Die Diagnose

Meine Diagnose liegt schon etwas zurück, aber ich möchte von Anfang an berichten. Von der Diagnose über die ersten Behandlungen, den ersten Rückschlägen und den ersten Fortschritten bis heute und in die Zukunft.

Ende April 2017 litt ich unter starken Flankenschmerzen. Die Schmerzen waren so stark das ich eines Nachts mit Notarzt in das Krankenhaus musste. Dort erhielt ich Schmerzmittel und mein Oberkörper wurde geröntgt. Ich musste dann noch eine ganze Zeit warten, weil ein Lungenfacharzt sich die Röntgenbilder ansehen sollte. Nach einer halben Stunde wurde ich dann, mit den Worten: “Ich sehe mir das mit den Oberarzt an. Wenn es was schlimmeres ist melden wir uns.”,  nach Hause entlassen. Ich lies mich von meinem Hausarzt krankschreiben und blieb die nächsten Tage erst einmal zu Hause. Das Krankenhaus hat sich nicht mehr gemeldet, aber auch die Schmerzen wurden nicht besser. So war ich nach einer Woche wieder beim Hausarzt und nach einem Ultraschall sagte er zu mir, das ich sofort ins Krankenhaus muss.

Ich ging in eine andere Klinik hier in Bremen ohne bisher zu wissen was mir fehlt. Hier wurde ich auch nicht weiter untersucht. Es hieß nur, sie wären so voll sie wüssten gar nicht wo sie mich unterbringen sollten und wenn es gehen würde sollte ich erstmal nach Hause gehen und nächste Woche Mittwoch wieder kommen. Das war mir ganz recht da meine Tochter an diesen Tag Geburtstag hatte. Ich ging also erstmal nach Hause und war am Mittwoch wieder in der Klinik. Nach einigen Untersuchungen lautete die vorläufige Diagnose Metastasen auf der Leber. Der Primärtumor wurde noch nicht gefunden das sollte aber eine Leberbiopsie zeigen. Die nächsten Tage, es war Wochenende, verbrachte ich mit der Ungewissheit wo der Primärtumor war. Ich betete das er nicht in der Bauchspeicheldrüse war. Schließlich war das einer der Orte wo er, laut Ärztin, sich befinden konnte. Eine Leberbiopsie und diversen anderen Untersuchungen, wie CT und Ultraschall, später konnte mit Sicherheit gesagt werden das der Primärtumor in der Lunge lag und er auf Leber und Wirbelsäule gestrahlt hatte. “Wir müssen jetzt sehen ob sie Monate oder noch Jahre haben.”, mit diesen Worten wurde ich von der Ärztin aus dem Krankenhaus entlassen.



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