Ereignisreicher Januar

Bisher dachte ich der Januar endet genauso ereignislos wie er angefangen hat, aber in den letzten Tagen haben sich die Ereignisse dann doch überschlagen. Nicht nur das meine Frau Geburtstag hatte, was mir mal wieder die Möglichkeit gab Stundenlang den Kochlöffel zu schwingen und das Geburtstags essen und einen Kuchen für sie vorzubereiten, auch ein wichtiger weiterer Schritt in Richtung Wiedereingliederung ist mir gelungen und dabei habe ich diesen Schritt noch nicht einmal forciert.

Meine Krankenkasse hat mit mir Kontakt aufgenommen. “Ihre Arbeitsunfähigkeit” heißt es im Betreff des Briefes. Mir wurde in diesem Brief mitgeteilt das ich seit Mai 2017 Arbeitsunfähig bin und das der MdK der Meinung ist das ich derzeit nicht arbeitsfähig bin, geschweige denn meine Arbeitsfähigkeit wieder erlangen werde (Das glaubt auch nur ihr. Ich will und werde arbeiten.). Mann müsste mir das Krankengeld streichen (Was?), wenn ich nicht an einer Reha Maßnahme teilnehme (Achso!) oder ich müsste Erwerbsminderungsrente beantragen (Kommt gar nicht in Frage) oder glaubwürdig darlegen warum es mir nicht möglich ist an einer Reha Maßnahme teilzunehmen. Nach dem ich das Schreiben zweimal gelesen habe, ging der nächste Griff auch schon Richtung Telefon und ich habe kurzerhand die Anträge für die Reha bei der Krankenkasse angefordert. Im Nachhinein frage ich mich allerdings ob ich nicht hätte Rücksprache mit meinen Ärzten halten sollen, aber die Möglichkeit zu erhalten meine Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen, war einfach zu verlockend. Also warte ich jetzt auf die Unterlagen und werde dann die Reha beantragen. Ich hoffe das es mir die Möglichkeit gibt schon bald wieder zu arbeiten. Meine Ärzte sind ja leider geschlossen gegen eine Wiedereingliederung. Sie sagen zwar selber das sie mich nicht vom arbeiten abhalten können, aber sie können mir nur davon abraten. Sie befürchten das ich es übertreibe und mir einen Wirbel brechen könnte.

Dann rief meine Bank auch noch an. Das sind Anrufe die ich eigentlich wie die Pest hasse, da sie einen eigentlich immer nur etwas andrehen wollen oder einen versuchen zu überzeugen umzuschulden. Diesmal habe ich aber nicht auf die Nummer geachtet und habe das Gespräch angenommen und ich bin froh das ich das Gespräch angenommen habe. Nachdem üblichen absichern das sie auch mit der Person sprechen die sie erreichen wollten, wurde ich sofort auf mein Girokonto angesprochen: Bankangestellter: “Es geht um ihr Girokonto.” Ich: “Ja ich weis. Das sieht im  Moment nicht gut aus.” Bankangestellter: “Das stimmt, aber da können wir was gegen machen.” Ich sagte: “Ja und das wäre?”, aber ich dachte: “Ja klar. Eine Umschuldung. Daraus wird doch nichts. Ich bekomme im Moment doch nur Krankengeld und wer weis wann ich wieder arbeiten kann.” Leider war ich dadurch so abgelenkt das ich nicht alles mitbekam was der Bankangestellte sagte. Nur soviel er erzählte was von Versicherung im Rahmen einer Lohnersatzleistung. Ich musste noch einmal nachfragen und er bestätigte mir noch einmal, das ich eine Versicherung für mein Girokonto habe, die Eintritt wenn ich eine Lohnersatzleistung erhalte. Die Unterlagen haben wir inzwischen ausgefüllt und zurück geschickt. Jetzt sind wir gespannt was dabei herauskommt.

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich immer noch mit meiner Schlaflosigkeit zu kämpfen, aber immerhin habe ich inzwischen eine Erklärung dafür. Der Körper holt sich den Schlaf den er braucht und wenn ich der Meinung bin das ich ins Bett muss, weil es ja schon Elf Uhr nachts ist, mein Körper oder Kopf aber noch nicht müde sind, dann kann ich auch nicht schlafen. Ich bleibe jetzt also wach bis mein Körper sagt das es Zeit zum schlafen ist und damit komme ich ganz gut klar. Ich schlafe zwei bis drei Nächte hintereinander nur zwei oder drei Stunden und die nächste Nacht schlafe ich dafür sechs bis acht Stunden. Wenn man sowenig schläft, dann weis man erst wie viele Stunden ein Tag eigentlich hat. Leider gibt es hier einen kleinen Wermutstropfen. Die wenigen Stunden die ich schlafe sind meist sehr unruhig. Ich werde immer wieder mit Wadenkrämpfen wach. Inzwischen sind sie zeitweise so stark das ich vor Schmerzen schreie und nicht selten dabei auch die Kinder wach werden. Kein Arzt kann sich erklären woher diese Krämpfe kommen und alles was wir ausprobiert haben war ohne Erfolg. Ich werde mal bei der Ergo- oder Physiotherapie nachfragen, ob die Therapeuten vielleicht noch eine Idee haben.

Jetzt ist es kurz nach drei Uhr Nachts und so langsam werde ich müde. In drei Stunden klingelt der Wecker. Kinder wecken. Brote schmieren, während meine Frau die kleinen fertig macht und dann geht es zur Ergotherapie. Danach noch mit meiner Frau einkaufen und gemeinsam beim Bäcker frühstücken. Ich freu mich.

Ich hoffe das sich das ganze Jahr so positiv entwickelt wie es der Januar bisher getan hat, aber ich habe immer die Worte meines Hausarztes im Kopf: “Bei dieser Krankheit geht es immer zwei Schritte vor und einen zurück”. Ich hoffe das es dieses Jahr zwölf Schritte nach vorne geht und nicht einen zurück. Ich denke bis zu meinen nächsten Kontroll Termin im Februar wird nicht mehr viel passieren und deshalb bleibt mir nur “Gute Nacht und bis zum 08. Februar” zu sagen.



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