Ein Schritt zurück?

Hatte ich mich doch gerade dazu entschlossen nur noch etwas zu schreiben wenn es eine wirkliche Veränderung in meinem Leben oder bei meiner Krankheit gibt und nicht mehr jede Kontrolle bis in das kleinste Detail zu beschreiben, da kam es doch auch prompt zu einer Veränderung.

Schon seit einigen Wochen hatte ich immer wieder ein ziehen in meiner rechten Flanke bemerkt, wer sich erinnert so fing alles 2017 an, da mir aber auch immer wieder die Rippen auf dieser Seite weh tun, habe ich es mir erst schön geredet und dann das ganze mit einen Schulter zucken und einem “Wird schon nicht so ernst sein.” abgetan. Aber, als wenn ich es geahnt hätte war dem leider nicht so.

Bei der letzten Kontrolle im April stellte sich dann heraus das der Tumor zwar im Vergleich zu Januar gut auf die Behandlung anspricht, die Metastasen sich aber verändern. Was das genau bedeutet? Keine Ahnung! Selbst die Oberärztin fand das eher ungewöhnlich. Es gibt jedenfalls mehrere Möglichkeiten:

1.) Der Tumor hat bereits eine Resistenz entwickelt. Dann kann ich nur hoffen das eine andere Mutation gefunden wird und ich eine andere Tablette nehmen kann, ansonsten heißt es: Standard Chemo (die ich gar nicht vertragen habe), Immun Therapie oder eine Therapie die die Blutzufuhr zum Tumor hemmt und somit das Wachstum verlangsamt.

2.) Der Tumor ist noch nicht Resistent und nur die Metastasen sind etwas zickig. Dann kann ich weiterhin das Tagrisso nehmen und würde eine zusätzliche Therapie gegen die Metastasen erhalten.

Wie es weitergeht entscheidet sich aber erst Anfang Mai. Bei der letzten Kontrolle wurde mir Blut für eine Liquid Biopsie entnommen und jetzt bleibt mir nichts anderes als auf die Ergebnisse des Labores warten. Diese Nachricht hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Die Therapien liefen doch bisher sehr gut und ich dachte, etwas naiv und wieder besseren Wissens, das es ewig so weiter geht. Ich stellte alles was ich von anderen betroffenen gehört hatte in Frage. Berichte von Menschen die schon seit Jahrzehnten mit der Krankheit leben. Die Aussage eines Professors der behauptete das aus einer einst tödlichen Krankheit inzwischen eine Chronische Krankheit geworden ist. Diesmal brauchte ich auch etwas Zeit und Beistand um diese Nachricht zu verarbeiten. Aber ich sehe das Positive im Negativen: Die Luft nach oben wird zwar dünner, aber noch gibt es Möglichkeiten. Und so blicke ich hoffend in die Zukunft.



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