Autor: ahellmers

Ein Schritt zurück?

Hatte ich mich doch gerade dazu entschlossen nur noch etwas zu schreiben wenn es eine wirkliche Veränderung in meinem Leben oder bei meiner Krankheit gibt und nicht mehr jede Kontrolle bis in das kleinste Detail zu beschreiben, da kam es doch auch prompt zu einer […]

Auf in ein neues Jahr…

oder Kontrolle die achtzehnte. Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr gekommen und es hat ähnlich viel versprechend begonnen wie das unsrige. Zwar habe ich nicht eine Sache erledigt, die ich in meinem Urlaub erledigen wollte (das war aber auch eine verdammt […]

Guten Rutsch und ein…

Wenn ich schon ganz darüber hinweg gekommen bin euch allen eine frohe Weihnacht zu wünschen, so will ich es doch nicht versäumen euch einen Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2019 zu wünschen.

Irgendwie war es dann bei uns doch nicht die ganz so ruhige und besinnliche Weihnachtszeit. Viel zu viel hatten wir auf dem Zettel und so ist das eine oder andere mal auch etwas Hektik bei uns ausgebrochen. Ich hatte es mir aber auch in den Kopf gesetzt für die Schwestern und Ärzte der Tagesklinik ein paar Leckereien zu zubereiten, das Haus noch mehr als sonst zu schmücken, Pralinen zu machen, mit den Kindern Plätzchen zu backen und zu basteln. Zu mindest die ersten vier Punkte konnte ich abhaken und was lerne ich daraus. Im nächsten Jahr fange ich schon mit den Vorbereitungen im November an.

Umso ruhiger gehen wir die letzten Tage des alten Jahres an. Kein Stress, keine Hektik. Wir werden ganz in Ruhe mit den Kindern Silvester feiern und das alte Jahr ausklingen lassen. Ich hoffe das es auch das nächste Jahr weiter so positiv verläuft. Ich bin extra auf Nummer sicher gegangen und habe zwischen den Jahren keine Wäsche gewaschen.

So wünsche ich euch allen einen Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2019.

Der Kampf geht weiter

oder Kontrolle die siebzehnte. Da melde ich mich schon so selten, aber selbst dann vergeht noch knapp eine Woche bis ich mich zu Wort melde. Ich kann mich nicht wirklich aufraffen, mich abends noch ins Arbeitszimmer an den PC zu setzen. Dabei möchte ich dem […]

Kontrolle die sechzehnte

Bereits zum 16. mal war ich jetzt schon zur Kontrolle im Krankenhaus und Asche auf mein Haupt, da liegt die Kontrolle schon nahezu eine Woche zurück, aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen ein paar Zeilen zu schreiben. Vor 18 Monaten wurde der Tumor bei mir […]

Kontrolle die fünfzehnte… / Ende der Wiedereingliederung

Gestern war schon die fünfzehnte Kontrolle und die hatte es in sich. Inzwischen gehört der Lungenfunktionstest, das Röntgen und das EKG zum Standard Programm, aber gestern kam noch ein CT und ein MRT dazu. Und das sollte noch nicht alles gewesen sein.

Um 9 Uhr ging es los. Zugang legen, Blut abzapfen für das Labor und dann auf zum MRT, wo ich um 9 Uhr 20 meinen Termin hatte und auch pünktlich dran kam. Mein Kopf sollte mal wieder untersucht werden, um sicherzustellen das sich dort keine Tumore gebildet haben und auch keine neuen Hämatome entstanden sind. Es ist zum Glück alles in bester Ordnung und auch die alten Hämatome sind nicht mehr zu sehen. Danach LuFu und Röntgen und dann wollte ich zum EKG. Doch das stand nicht auf meinen Laufzettel. Ich habe mir dabei nichts  gedacht und so bin ich auch nicht bei der Untersuchung gewesen. Mit dem ganzen Procedere war ich dann um 11 Uhr durch und den Termin für das CT hatte ich erst um 13 Uhr. Also etwas Zeit zum essen und ausruhen. Auch beim CT bin ich pünktlich dran gekommen und es verlief ohne Ereignisse. Das anschließende Gespräch mit der Ärztin war durchaus positiv. Im Kopf ist alles in Ordnung, die Blutwerte sind gut, die Metastasen in der Leber sind wieder rückläufig und auch in der Lunge sieht es etwas besser aus, aber da fehlte noch die endgültige Diagnose der Radiologen. Der kleine Wermutstropfen für mich war, das ich a) noch das EKG nachholen musste (Tagrisso kann das Herz beeinflussen) und b) es auf den Bildern vom CT so aussah als wenn ich mehr Wasser in der Lunge hätte als beim letzten mal. So durfte ich auch noch zum Thorax-Sono und per Punktion wurde das Wasser aus der Lunge geholt. Es waren aber lediglich 500 ml und nicht wie vermutet 1 Liter. Danach musste ich noch einmal zum Röntgen. Wieso? Keine Ahnung. Hat mich auch nicht mehr interessiert. Nachdem es jetzt schon fast 16 Uhr war, wollte ich nur noch nach Hause. Ich war genervt, auf Koffein Entzug und inzwischen auch wieder etwas hungrig. Kurz und knapp gesagt, mein Zustand hat sich verbessert, aber ich war gestern Abend extrem gereizt. So genervt ich auch von dem Marathon war umso besser geht es mir mit der Wiedereingliederung.

Die Wiedereingliederung lief nun vielmehr seit vier Wochen. Angefangen mit drei Stunden pro Tag in den ersten beiden Wochen, merkte ich schon schnell das mir das Arbeiten gefehlt hat. Ich war bereits nach zwei Tagen viel ausgeglichener und habe nicht mehr bei jeder Kleinigkeit das HB Männchen gemimt. Auch habe ich viel besser geschlafen und litt nicht mehr unter Schlaflosigkeit, nur die Krämpfe in den Beinen wurden nicht weniger eher mehr und habe mich des öfteren stündlich geweckt, aber auch das hat sich gebessert. Das einzigste was wirklich unbefriedigend war, war das man in drei Stunden nicht wirklich was geschafft hat. Kaum war ich auf der Arbeit war gefühlt auch schon wieder Feierabend ohne das ich meine begonnene Arbeit fertig gestellt hatte. Umso erfüllender war es als ich wieder fünf Stunden gearbeitet habe. Jetzt konnte ich auch Arbeit die ich morgens begonnen hatte an einen Tag fertig stellen. Ich konnte sogar mehr schaffen. Und auch diese zwei Wochen sind jetzt schon um und wie ich gehört habe fand der eine oder andere die kurze Phase der Wiedereingliederung sehr sportlich von mir und glaubte nicht das ich es in dieser Zeit schaffe. Aber ich habe es geschafft und ich freue mich darauf ab Montag wieder voll zu arbeiten. Die meisten Menschen brauchen das auch als Bestätigung für sich selbst, um sich als Vorbild für seine Kinder zu fühlen, um andere Menschen zu sehen und anderes zu erleben. Ich halte dies für einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Krebs: Der gewohnte Alltag.

Ich bin jetzt gespannt wie sich alles weiter entwickelt. Mitunter vergesse ich meine Krankheit komplett und hoffe das irgendwann der Punkt erreicht ist, wo ich nie wieder an sie denken muss. Nie wieder ein denken an was passiert dann, was wird aus meiner Frau und was wird aus meinen Kindern. Um die Kinder Sorge ich mich am meisten, aber so gut wie es jetzt läuft will ich erst gar keine düsteren Gedanken aufkommen lassen und zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Deine Stimme zählt…

Heute geht es ausnahmsweise einmal nicht um mich, vielmehr wende ich mich mit einer bitte an euch. Den einen oder anderen habe ich sicher schon per Facebook oder Whatsapp erreicht, aber es gibt noch den einen oder anderen den ich noch nicht erreicht habe. Aber […]

The day after

oder der erste Arbeitstag nach anderthalb Jahren krank sein. Ich weis nicht wann ich das letzte mal so nervös war. Ich fühlte mich wie ein kleiner Junge zu Weihnachten der auf die Bescherung wartete. Genau so fühlte ich mich als ich darauf wartete mich endlich […]

Kontrolle die vierzehnte – Wiedereingliederung

Am letzten Freitag war es mal wieder soweit. Die nunmehr vierzehnte Kontrolle stand an und dafür das ich einiges auf meinem Laufzettel stehen hatte, war alles schnell erledigt und das hat mich doch sehr überrascht. Stand neben den üblichen verdächtigen Lungenfunktionstest, Röntgen und inzwischen EKG, doch auch noch Abdomen Sono und Thorax Sono auf dem Zettel. Letzteres war eine Vorsichtsmaßnahme, da ich in letzter Zeit relativ zufällig an Atemnot leide, welche im Liegen sogar noch schlimmer wird. Es sollte halt nur geschaut werden ob ich unter Umständen wieder Wasser in der Lunge habe. Dem war aber zum Glück nicht so. Alles in allem, ist soweit man es erkennen kann, alles beim alten. Einzigst meine Leberwerte sehen besser aus, also hoffe ich mal das die Metastasen rückläufig sind. Genaueres werde ich dann beim nächsten mal, am 28.09., erfahren. Dann wird auch wieder ein CT gemacht. Und bis dahin gewöhne ich mich wieder an das arbeiten, den ab morgen geht es los. Ab morgen beginnt meine Wiedereingliederung.

Ehrlich gesagt freue ich mich wieder auf das Arbeiten. Endlich wieder etwas für sein Geld tun. Es wird aber eine gewaltige Umstellung, war ich jetzt doch knapp anderthalb Jahre krank geschrieben. Irgendwie ist es wie ein neuer Einstand, etwas wie wenn man einen neuen Job antritt, aber ich freu mich, auf die Kollegen und auf die Arbeit und darauf wieder einen “geregelten” Alltag zu haben. Und das werde ich auch mit den Kollegen feiern und etwas selbstgemachtes zum Kaffee mitbringen. Noch Anfang des Jahres hätte ich nicht damit gerechnet, das ich so “schnell” wieder Anfange zu arbeiten. Ich hatte vielmehr damit gerechnet, das ich in die Erwerbsminderungsrente falle. Hat mir doch zu diesem Zeitpunkt ein Arzt gesagt, das man nicht arbeitet unter Therapie. Umso überraschter war ich als die Oberärztin jetzt sagte das die Wiedereingliederung kein Problem sei und sie dieses auch befürworte. Und jetzt ist es endlich soweit. Morgen fange ich langsam mit drei Stunden an und das bedeutet das es heute auch früher ins Bett geht und deshalb muss ich jetzt mal die beiden jüngsten aus der Badewanne holen, damit sie rechtzeitig ins Bett kommen. Ich schreibe morgen wieder und lasse euch wissen wie mein erster Tag war.

Kontrolle die dreizehnte

Zwar hatte ich in der Zwischenzeit schon meine dreizehnte Kontrolle und die vierzehnte steht schon vor der Tür, doch da die Kontrolle völlig “langweilig” war und keine neuen Ergebnisse brachte, habe ich einen neuen Eintrag in diesem Blog immer wieder vor mir hergeschoben. Die Hitzewelle […]